1
00:00:02,560 --> 00:00:09,000
Mehr als Wind und Wetter. 
Rewind Hallo und herzlich 

2
00:00:09,000 --> 00:00:11,680
Willkommen zu Meer als Wind und 
Wetter Rewind. 

3
00:00:12,160 --> 00:00:14,960
Mein Name ist Christian Resch. 
Und ich bin Liliane Hofer. 

4
00:00:15,440 --> 00:00:19,040
Und wie ihr an diesem neuen 
Intro schon bemerkt habt, danke 

5
00:00:19,040 --> 00:00:20,720
an DJ Frank Wiss für die 
Scratches. 

6
00:00:20,880 --> 00:00:23,840
Wir haben ein neues Format und 
in diesem neuen Format den 

7
00:00:23,840 --> 00:00:26,120
Rewind folgen, wollen wir euch 
jeweils einen Überblick über die

8
00:00:26,120 --> 00:00:28,640
vergangene Jahreszeit 
beziehungsweise das Jahr geben. 

9
00:00:29,120 --> 00:00:32,720
Weil man oft das Gefühl hat, die
Jahreszeit ist so und so 

10
00:00:32,720 --> 00:00:35,280
verlaufen, aber der Mensch 
eignet sich nicht als als 

11
00:00:35,280 --> 00:00:36,800
klimamessgerät, sage ich jetzt 
einmal. 

12
00:00:36,800 --> 00:00:39,880
Und daher wollen wir eigentlich 
mit diesen Folgen als Rüstzeug 

13
00:00:39,880 --> 00:00:42,800
mitgeben, um für euch selber 
auch diese Jahreszeiten 

14
00:00:42,800 --> 00:00:44,880
klimatologisch ein bisschen 
besser einordnen zu können. 

15
00:00:45,360 --> 00:00:50,200
Und bevor wir uns jetzt im 
Detail mit dem Winter 2025 2026 

16
00:00:50,200 --> 00:00:53,200
beschäftigen, müssen wir vorher 
vielleicht kurz noch das 

17
00:00:53,200 --> 00:00:56,160
sozusagen technische, also ein 
paar Begriffe klären. 

18
00:00:56,440 --> 00:00:59,440
Es gibt nämlich verschiedene 
Definitionen von Winterbeginn 

19
00:00:59,440 --> 00:01:01,600
und Winterende. 
Genau. 

20
00:01:01,680 --> 00:01:04,000
Wir aus dem Bereich der 
Meteorologie und Klimatologie. 

21
00:01:04,400 --> 00:01:06,880
Wir ermitteln alle gerne und 
berechnen verschiedenste 

22
00:01:06,880 --> 00:01:10,160
Statistiken und nachdem die 
astronomischen Jahreszeiten ja 

23
00:01:10,160 --> 00:01:13,920
nicht immer zum exakt gleichen 
Zeitpunkt starten und enden und 

24
00:01:13,920 --> 00:01:16,400
das noch dazu oft mitten im 
Monat, entspricht der 

25
00:01:16,400 --> 00:01:18,400
meteorologische Winter nicht dem
astronomischen. 

26
00:01:19,040 --> 00:01:22,240
Um möglichst vergleichbare 
Auswertungen zu machen, umfassen

27
00:01:22,240 --> 00:01:25,280
die meteorologischen 
Jahreszeiten immer ganze Monate.

28
00:01:25,600 --> 00:01:28,240
Das heißt, der Metrologische 
Winter setzt sich aus den 

29
00:01:28,240 --> 00:01:31,040
Monaten Dezember, Jänner und 
Februar zusammen. 

30
00:01:31,440 --> 00:01:34,800
Welcher Begriff nun auch sicher 
öfter fallen wird, das ist die 

31
00:01:34,800 --> 00:01:38,640
sogenannte Klimanormalperiode. 
Genau, da hier einmal schnell 

32
00:01:38,640 --> 00:01:42,720
erklärt, eine Klimanormalperiode
ist 130 jähriger Durchschnitt 

33
00:01:42,720 --> 00:01:44,680
von Wetterdaten, also 
Temperatur, Niederschlag, 

34
00:01:44,680 --> 00:01:47,600
Sonnenschein und so weiter. 
Der Zeitraum von 30 Jahren wurde

35
00:01:47,600 --> 00:01:50,760
deshalb gewählt, weil einzelne 
Jahre oft stark schwanken 

36
00:01:50,760 --> 00:01:54,160
können. 3 Jahrzehnte sind lang 
genug, um Zufälle auszugleichen,

37
00:01:54,160 --> 00:01:56,760
aber eben kurz genug, um den 
aktuellen Klimazustand 

38
00:01:56,760 --> 00:01:59,280
abzubilden. 
International festgelegt wird 

39
00:01:59,280 --> 00:02:02,080
das von der WMO, also von der 
Weltorganisation für 

40
00:02:02,080 --> 00:02:05,200
Meteorologie. 
Die Klimanormalperiode ist also 

41
00:02:05,200 --> 00:02:08,120
eigentlich das oft zitierte 
langjährige Mittel und. 

42
00:02:08,440 --> 00:02:11,440
Und mit dem kann man dann eben 
besser einordnen, ob ein Winter 

43
00:02:11,440 --> 00:02:14,400
unter Anführungszeichen normal 
war oder eben nicht. 

44
00:02:14,560 --> 00:02:20,000
Aktuell verwenden wir die 
Periode von 1991 bis 2020, davor

45
00:02:20,000 --> 00:02:24,400
war es die Klimanormalperiode 
von 1961 bis 1990. 

46
00:02:24,800 --> 00:02:26,400
Und genau hier wird es jetzt 
auch schon spannend. 

47
00:02:26,400 --> 00:02:29,520
Aufgrund der Klimaänderung ist 
die neue, sprich aktuellere 

48
00:02:29,600 --> 00:02:32,960
Normalperiode deutlich wärmer 
als die Alte, das heißt, was 

49
00:02:32,960 --> 00:02:36,080
früher als zu warm unter 
Anführungszeichen galt, kann 

50
00:02:36,080 --> 00:02:38,640
heute statistisch schon eher als
normal gelten. 

51
00:02:39,520 --> 00:02:41,480
Noch mal kurz zur 
Unterscheidung, Klima und 

52
00:02:41,480 --> 00:02:44,720
Wetter, hier mag ich die 
Analogie vom Klimaexperten Marc 

53
00:02:44,720 --> 00:02:47,440
Olef sehr gerne, die haben die 
treuen Hörerinnen und Hörer in 

54
00:02:47,440 --> 00:02:50,400
der Klimawandelfolge schon mal 
gehört, das Klima unterscheidet,

55
00:02:50,400 --> 00:02:52,720
was ich im Kleiderschrank habe, 
das Wetter, was ich heute 

56
00:02:52,720 --> 00:02:55,600
anziehe. 
Noch eine kurze Ergänzung, diese

57
00:02:55,600 --> 00:02:59,040
vorläufige Winterbilanz wir 
nehmen ja heute am 27.2. 

58
00:02:59,040 --> 00:03:02,440
Auf, beinhaltet die Werte bis 
zum 26.2. 

59
00:03:02,440 --> 00:03:05,200
Nur einen speziellen Wert haben 
wir noch von heute 

60
00:03:05,200 --> 00:03:06,720
berücksichtigt, aber dazu später
mehr. 

61
00:03:07,120 --> 00:03:09,760
OK, nachdem jetzt die 
Formalitäten geklärt sind, 

62
00:03:09,760 --> 00:03:13,040
stürzen wir uns ins Geschehen 
und da starten wir mal relativ 

63
00:03:13,040 --> 00:03:15,200
subjektiv. 
Wie war denn der Winter für 

64
00:03:15,200 --> 00:03:17,760
dich, Christian? 
Du bist ja eher Team Powder und 

65
00:03:17,760 --> 00:03:20,400
war der Winter da was für dich? 
Ja, war schon ein bisschen 

66
00:03:20,400 --> 00:03:23,920
schwierig, muss ich sagen. 
Insgesamt, also Skitourenmäßig 

67
00:03:23,920 --> 00:03:26,160
war ja nicht richtig viel am 
Weg, tatsächlich, aber dafür das

68
00:03:26,160 --> 00:03:28,240
Fahrrad schon einmal ausgepackt 
gehabt bei dir. 

69
00:03:28,800 --> 00:03:31,040
Ja, durchwachsen. 
Es war irgendwie ein bisschen 

70
00:03:31,040 --> 00:03:33,600
was von allem dabei. 
Ja, so ähnlich habe ich es auch 

71
00:03:33,600 --> 00:03:36,480
empfunden, wenn man die aktuelle
Wintersaison nur mit dem 

72
00:03:36,480 --> 00:03:39,360
langjährigen Mittel vergleicht, 
dann fällt er allerdings im 

73
00:03:39,360 --> 00:03:42,240
Flächenmittel folgendermaßen 
aus, zu warm und zu trocken. 

74
00:03:42,640 --> 00:03:44,960
Im Westen zudem sehr sonnig, 
sonst eher trüb. 

75
00:03:45,520 --> 00:03:48,440
So viel zu den Schlagzeilen. 
Aber schauen wir uns die 

76
00:03:48,440 --> 00:03:51,440
einzelnen Parameter jetzt mal im
Detail an. 

77
00:03:51,680 --> 00:03:54,600
Ich hätte gesagt, wir starten 
mit der Temperatur und wenn man 

78
00:03:54,600 --> 00:03:57,600
jetzt über ganz Österreich das 
Flächenmittel bildet, dann war 

79
00:03:57,600 --> 00:03:59,160
der Winter 2526 im Vergleich zum
Klimamittel. 

80
00:03:59,160 --> 00:04:02,480
Also wir verwenden hier jetzt 
immer den Zeitraum von 1991 bis 

81
00:04:02,800 --> 00:04:06,320
2020, also der Winter war in 
Tieflagen um 0,5 Grad zu warm 

82
00:04:06,320 --> 00:04:09,080
und auf den Gipfeln, da fällt 
dieser Umstand. 

83
00:04:12,600 --> 00:04:16,240
Sogar noch deutlicher aus dort 
war der Winter im Vergleich um 

84
00:04:16,240 --> 00:04:20,880
plus 1,9 Grad zu warm. 
Vor allem im Dezember waren die 

85
00:04:20,880 --> 00:04:23,920
Unterschiede zwischen Bergland 
und Tieflagen sehr ausgeprägt. 

86
00:04:24,160 --> 00:04:27,040
In den Bergregionen war der 
Monat um dreieinhalb bis 4,5 

87
00:04:27,040 --> 00:04:30,720
Grad wärmer als das Klimamittel,
in den Niederungen aber nur um 

88
00:04:30,720 --> 00:04:32,640
0,5 bis 1,5 Grad. 
Verantwortlich für diese 

89
00:04:32,640 --> 00:04:35,120
deutlichen Unterschiede zwischen
Bergen und Tälern 

90
00:04:35,120 --> 00:04:39,520
beziehungsweise Niederungen. 
Waren die häufigen 

91
00:04:39,520 --> 00:04:41,800
Hochdrucklagen, die in der 
kalten Jahreszeit meist 

92
00:04:41,800 --> 00:04:44,640
Inversionen mit sich bringen, 
also eine Temperaturumkehr mit 

93
00:04:44,640 --> 00:04:46,400
der Höhe? 
Ihr wisst es wahrscheinlich eh 

94
00:04:46,560 --> 00:04:50,000
unten kalt, oben warm. 
Und diese Inversionslagen, die 

95
00:04:50,000 --> 00:04:53,440
führen in der kalten Jahreszeit 
auch gern zur Bildung von ja 

96
00:04:53,440 --> 00:04:56,160
recht zähem Hochnebel. 
Und das werden wir nachher 

97
00:04:56,240 --> 00:04:59,200
sicher auch in der Statistik für
die Sonnenscheindauer gut 

98
00:04:59,200 --> 00:05:02,720
wiederfinden, aber eben auch in 
den Temperaturdaten. 

99
00:05:03,040 --> 00:05:05,880
Der Hochnebel dämpft natürlich 
auch die Temperaturkurve 

100
00:05:05,880 --> 00:05:07,840
deutlich. 
Und während es auf den Bergen 

101
00:05:07,840 --> 00:05:11,120
teils Bacherl warm war, gab es 
unter der Hochnebeldecke wenig 

102
00:05:11,120 --> 00:05:14,720
Tagesgang bei der Temperatur und
in der Folge auch Frost oder 

103
00:05:14,720 --> 00:05:17,680
sogar eistage. 
Kurz zur Erklärung bei 

104
00:05:17,680 --> 00:05:20,000
Frosttagen ist der Tiefstwert 
negativ. 

105
00:05:20,000 --> 00:05:22,240
Tagsüber steigen die 
Temperaturen aber über den 

106
00:05:22,240 --> 00:05:25,240
Gefrierpunkt ins Positive. 
Bei Eistagen hingegen bleibt die

107
00:05:25,240 --> 00:05:27,440
Temperatur den ganzen Tag über 
unter 0 Grad. 

108
00:05:28,000 --> 00:05:30,240
Eistage, das klingt jetzt 
erfreulicher, als es sich 

109
00:05:30,240 --> 00:05:32,640
anfühlt. 
Besonders hervorgetan mit den 

110
00:05:32,640 --> 00:05:35,520
Eistagen hat sich jedoch 
insgesamt der Monat Jänner 

111
00:05:35,760 --> 00:05:40,320
unterhalb von 500 Metern Seehöhe
brachte der Jänner 2026 über 

112
00:05:40,320 --> 00:05:45,120
ganz Österreich gemittelt um 42%
mehr Eistage als in einem 

113
00:05:45,120 --> 00:05:48,640
durchschnittlichen Jänner. 
Kein Wunder also, dass dieser 

114
00:05:48,640 --> 00:05:51,600
Monat, wenn man ihn jetzt 
einzeln betrachtet, als zu kalt 

115
00:05:51,600 --> 00:05:54,240
ausfiel. 
Der zu warme Dezember unter 

116
00:05:54,320 --> 00:05:58,000
Temperaturmäßig genommen 
weitgehend ausgeglichene Februar

117
00:05:58,320 --> 00:06:00,720
konnten diesen kalten 
Jahresbeginn aber letztendlich 

118
00:06:00,720 --> 00:06:06,200
ausmerzen und am Ende war der 
gesamte Winter eben zu warm und 

119
00:06:06,200 --> 00:06:09,280
insgesamt gab es dann doch auch 
weniger Eistage als im 

120
00:06:09,280 --> 00:06:13,440
langjährigen Durchschnitt, und 
zwar um rund 20 bis 30% weniger.

121
00:06:14,480 --> 00:06:17,200
Wir bleiben noch beim Thema 
Kälte und kommen zum absoluten 

122
00:06:17,200 --> 00:06:21,040
Tiefstwert in diesem Winter. 
Der wurde am 12 Jänner 2026. 

123
00:06:21,360 --> 00:06:24,920
An der Station Libnau Gugu mit 
leeren, kalten -29 Grad 

124
00:06:24,920 --> 00:06:27,200
gemessen. 
Die Station Libnau Gugu liegt 

125
00:06:27,200 --> 00:06:30,320
auf 846 Meter, und zwar im 
Mühlviertel im Nordosten 

126
00:06:30,320 --> 00:06:32,080
Oberösterreichs, genauer gesagt 
im Freiwald. 

127
00:06:32,880 --> 00:06:36,400
Der Freiwald ist ein Waldgebiet 
an der Grenze von Mühlviertel 

128
00:06:36,400 --> 00:06:40,160
und Waldviertel und diese Gegend
ist sozusagen berühmt berüchtigt

129
00:06:40,160 --> 00:06:43,120
für seine Kaltluftsehen. 
In den Nächten kühlt es bei 

130
00:06:43,120 --> 00:06:46,760
optimalen Bedingungen relativ 
stark ab, wobei die optimalen 

131
00:06:46,760 --> 00:06:49,760
Bedingungen. 
Sternenklare Nächte sind wenig 

132
00:06:49,760 --> 00:06:52,800
Wind und im Idealfall auch 
Schneebedeckung. 

133
00:06:52,960 --> 00:06:55,320
Die kalte Luft ist ja 
bekanntlich schwerer als die 

134
00:06:55,320 --> 00:06:59,240
warme und sinkt im hügeligen 
Gelände wie eben im Freiwald in 

135
00:06:59,240 --> 00:07:02,760
die Senken und Tallagen ab. 
In Mittelgebirgslagen wie eben 

136
00:07:02,760 --> 00:07:06,320
dem Freiwald funktioniert diese 
Kaltluftproduktion effektiver 

137
00:07:06,320 --> 00:07:09,160
als in so manchen Alpentälern, 
da bei sehr hohen Bergen in der 

138
00:07:09,160 --> 00:07:12,080
Nacht talwindsysteme anspringen,
die das dann wieder durchmischen

139
00:07:12,320 --> 00:07:14,400
und daher zum Abbau dieser 
Kaltluftsinn beitragen. 

140
00:07:14,720 --> 00:07:17,520
Außerdem darf man bei engen 
Tälern auch den Effekt der 

141
00:07:17,520 --> 00:07:19,600
wärmenden Gegenstrahlung nicht 
außer 8 lassen. 

142
00:07:19,600 --> 00:07:22,080
Bei den sanften Tagefällen im 
Freiwald kommt das aber nicht 

143
00:07:22,080 --> 00:07:24,600
vor. 
Die Station Liebenau Gugu wurde 

144
00:07:24,600 --> 00:07:28,080
nun eben extra an einem Talboden
platziert, um eben diese 

145
00:07:28,080 --> 00:07:30,320
Kaltluftsäen messtechnisch zu 
erfassen. 

146
00:07:30,640 --> 00:07:33,400
Auch im Waldviertel wird in 
ähnlicher Umgebung, und zwar an 

147
00:07:33,400 --> 00:07:36,640
der Station Schwarzau im 
Freiwald gemessen und auch dort 

148
00:07:36,640 --> 00:07:39,920
war es am 12 Jänner ähnlich 
eisig kalt mit einer 

149
00:07:39,920 --> 00:07:45,960
Tiefsttemperatur von -28,4 Grad.
Selbst an unseren Bergstationen 

150
00:07:45,960 --> 00:07:48,400
wurde es im heurigen Winter nie 
dermaßen kalt. 

151
00:07:48,640 --> 00:07:52,440
Hier wurde als absolutes Minimum
-24,5 Grad gemessen und zwar am 

152
00:07:52,440 --> 00:07:54,400
7. 
Jänner am Brunnenkugel in Tirol 

153
00:07:54,400 --> 00:08:02,000
in immerhin 3437 Meter Seehöhe. 
Die beiden Stationsstandarte im 

154
00:08:02,320 --> 00:08:04,400
Freiwald, die wir gerade genannt
haben, die sind noch sehr jung. 

155
00:08:04,400 --> 00:08:06,800
Das heißt, dort wird erst seit 
wenigen Jahren gemessen. 

156
00:08:07,000 --> 00:08:09,120
Man kann also gespannt sein, was
da in den nächsten Jahren noch 

157
00:08:09,120 --> 00:08:11,920
so für minimal auftauchen. 
Übrigens sind auch im Sommer an 

158
00:08:11,920 --> 00:08:14,240
diesen Stationen leichte 
Minusgrade keine Seltenheit. 

159
00:08:14,320 --> 00:08:16,760
Aber kommen wir zurück zum 
heurigen Winter und nachdem du 

160
00:08:16,760 --> 00:08:20,240
warst, dass du Lily absolut kein
Kältefan bist, ist das aktuelle 

161
00:08:20,240 --> 00:08:22,800
Ende des meteorologischen 
Winters wahrscheinlich genau 

162
00:08:22,800 --> 00:08:24,680
deins. 
In den letzten Tagen sorgt eine 

163
00:08:24,680 --> 00:08:26,640
Südwestströmung für 
frühlingshaft milde 

164
00:08:26,640 --> 00:08:28,880
Verhältnisse. 
Total. 

165
00:08:28,880 --> 00:08:31,440
Also ich freue mich jetzt schon 
richtig auf den kommenden 

166
00:08:31,440 --> 00:08:34,880
Frühling, wobei es jetzt schon 
wieder recht schnell bergauf 

167
00:08:34,880 --> 00:08:39,280
ging mit den Temperaturen. 
Heute, wir nehmen ja am 27 

168
00:08:39,360 --> 00:08:43,000
Februar auf, wurde die absolut 
höchste Temperatur in diesem 

169
00:08:43,000 --> 00:08:47,040
Winter gemessen, und zwar mit 
20,5 Grad im 

170
00:08:47,040 --> 00:08:50,160
oberösterreichischen Bayer. 
Gut, dann kommen wir noch 

171
00:08:50,160 --> 00:08:53,240
schnell zu den Stocklplätzen in 
den Tieflandregionen reiht sich 

172
00:08:53,240 --> 00:08:57,120
der Winter, was die Temperatur 
betrifft, auf Platz 32 ein in 

173
00:08:57,120 --> 00:08:59,840
der 175 jährigen 
Gebirgsmessreihe war es der 

174
00:08:59,840 --> 00:09:03,120
achtwärmste Winter Inversion par
excellence kann man sagen. 

175
00:09:04,240 --> 00:09:07,280
Schauen wir uns jetzt einmal den
Parameterniederschlag genauer 

176
00:09:07,280 --> 00:09:09,200
an. 
Und zwar unterteilen wir hier in

177
00:09:09,200 --> 00:09:11,840
den Gesamtniederschlag 
beziehungsweise in die Kategorie

178
00:09:11,920 --> 00:09:14,280
Schneehöhe. 
Betrachten wir zuerst den 

179
00:09:14,280 --> 00:09:19,200
Gesamtniederschlag wie eingangs 
erwähnt, war der Winter 2526 in 

180
00:09:19,200 --> 00:09:22,640
weiten Teilen des Landes zu 
trocken, vor allem die ersten 2 

181
00:09:22,640 --> 00:09:25,440
Drittel waren von einer 
allgemeinen Niederschlagsarmut 

182
00:09:25,440 --> 00:09:27,600
geprägt, Hochdrucklagen sei 
dank. 

183
00:09:28,400 --> 00:09:30,880
Über die ganze Fläche 
Österreichs verteilt fielen gut 

184
00:09:30,880 --> 00:09:33,520
20% weniger Niederschlag als im 
langjährigen Mittel. 

185
00:09:34,480 --> 00:09:36,480
Es gibt aber auch einige 
Regionen, wo sich der 

186
00:09:36,480 --> 00:09:39,160
Sachverhalt anders darstellt, 
von der Choralpe bis ins 

187
00:09:39,160 --> 00:09:42,560
Südburgenland gab es ein 
Niederschlagplus von 10 bis 30% 

188
00:09:42,960 --> 00:09:46,160
und auch im Grenzgebiet des Wald
und Weinviertel viel etwas mehr 

189
00:09:46,160 --> 00:09:49,120
Niederschlag als im Klimamittel.
Generell nass wurde es dann aber

190
00:09:49,120 --> 00:09:52,520
zum Winterfinale, also ab dem 10
Februar, die folgenden 

191
00:09:52,520 --> 00:09:54,880
Niederschläge waren durchaus 
beträchtlich und so wird der 

192
00:09:54,880 --> 00:09:58,120
Februar 2026 mit einem 
Niederschlagsplus zum 

193
00:09:58,120 --> 00:10:01,360
Klimamittel von rund 60% der 
niederschlagsreichste Februar 

194
00:10:01,360 --> 00:10:06,040
seit dem Jahr 2016 sein. 
OK, dann kommen wir zum weißen 

195
00:10:06,040 --> 00:10:08,720
Gold oder zum Powder, wie wir 
eingangs schon erwähnt haben. 

196
00:10:08,720 --> 00:10:11,840
Wir schauen uns an, was dieser 
Winter den Schnee Fans gebracht 

197
00:10:11,840 --> 00:10:16,000
hat, wobei wenn verbreitet ein 
Minus beim Gesamtniederschlag zu

198
00:10:16,000 --> 00:10:18,800
Buche schlägt, wird es beim 
Schnee auch nicht so rosig 

199
00:10:18,800 --> 00:10:20,720
aussehen, oder? 
Richtig, oder? 

200
00:10:20,720 --> 00:10:23,280
Leider richtig im 
Niederschlagsarmen und sehr 

201
00:10:23,280 --> 00:10:26,400
warmen Dezember baute sich die 
bis dahin gefallene Schneedecke 

202
00:10:26,400 --> 00:10:29,240
in höheren Lagen wieder ab. 
Besonders stark ging die 

203
00:10:29,240 --> 00:10:31,600
Schneedecke in der Steiermark 
und in Niederösterreich zurück. 

204
00:10:31,600 --> 00:10:34,800
Im Jänner gab es in den alpinen 
Regionen wieder Neuschnee, also 

205
00:10:34,800 --> 00:10:37,840
einen Zuwachs der schneehöhe. 
Aufgrund der Niederschlagsarmut 

206
00:10:37,840 --> 00:10:40,720
war auch dieser Zuwachs aber 
unterdurchschnittlich, erst mit 

207
00:10:40,720 --> 00:10:43,760
den intensiven Niederschlägen ab
der zweiten Februarhälfte wuchs 

208
00:10:43,760 --> 00:10:46,960
die Schneehöhe oberhalb von 1500
Meter wieder deutlich an, 

209
00:10:47,280 --> 00:10:49,440
dennoch wurden die Schneehöhen, 
die Ende Februar dort 

210
00:10:49,440 --> 00:10:51,680
normalerweise zu erwarten sind, 
deutlich verfehlt. 

211
00:10:52,320 --> 00:10:55,800
So, und hier kam's das Sun oder 
besser gesagt, Wir werfen einen 

212
00:10:55,800 --> 00:10:58,480
Blick auf die Sonnenscheindauer 
im heurigen Winter. 

213
00:10:58,560 --> 00:11:01,120
Zu Beginn haben wir ja schon 
einmal kurz angeteasert, dass 

214
00:11:01,120 --> 00:11:04,480
die Kombination aus Winter und 
Hochdruckeinfluss jetzt nicht 

215
00:11:04,480 --> 00:11:08,040
die besten Voraussetzungen für 
Sonnenschein sind, zumindest in 

216
00:11:08,040 --> 00:11:09,680
den Niederungen. 
Total. 

217
00:11:09,680 --> 00:11:12,320
Und das bildet sich auch im 
österreichischen Flächenmittel 

218
00:11:12,320 --> 00:11:14,640
ab. 
Hier liegen wir bei ungefähr 5% 

219
00:11:14,640 --> 00:11:17,040
weniger Sonnenschein Dauer als 
im Klimamittel. 

220
00:11:17,360 --> 00:11:19,760
Das war aber nicht überall so, 
wenn man genauer hinschaut. 

221
00:11:20,000 --> 00:11:23,200
Auf der Sonnenseite waren dabei 
insbesondere höhere Tallagen und

222
00:11:23,200 --> 00:11:26,160
generell die Berge, in manchen 
Tälern schlägt ein Sonnenschein 

223
00:11:26,160 --> 00:11:30,320
plus von um die 40% zu. 
Die meisten Menschen behalten 

224
00:11:30,320 --> 00:11:34,360
den Winter 20 2526 aber wohl als
zu trüb in Erinnerung. 

225
00:11:34,360 --> 00:11:37,840
In den Niederungen, also dort, 
wo auch die meisten Leute 

226
00:11:37,840 --> 00:11:40,800
wohnen. 
In den Ballungsräumen, da gab es

227
00:11:40,800 --> 00:11:43,200
verbreitet ein Defizit an 
Sonnenstunden. 

228
00:11:43,280 --> 00:11:46,480
Besonders trüb fiel der Winter 
in Wien, im Wiener Becken, im 

229
00:11:46,480 --> 00:11:48,880
Burgenland sowie im Klagenfurter
Becken aus. 

230
00:11:49,040 --> 00:11:54,240
In diesen Gebieten schien die 
Sonne um 35 bis 50% seltener. 

231
00:11:54,880 --> 00:11:57,200
Dabei war es sogar zum Teil 
rekordverdächtig trüb. 

232
00:11:57,280 --> 00:12:00,800
An der Station Linz Hirsching 
zeigte sich ganze 23 Tage lang, 

233
00:12:00,800 --> 00:12:03,760
nämlich vom 29. 
November bis zum 21. 

234
00:12:03,760 --> 00:12:06,480
Dezember, nicht die Sonne so 
lange wie noch nie zuvor, 

235
00:12:06,560 --> 00:12:09,440
anhaltender Hochnebel war auch 
im Klagenfurter Becken sowie in 

236
00:12:09,440 --> 00:12:12,000
Eisenstadt ein nerviges Thema, 
speziell im Dezember. 

237
00:12:13,440 --> 00:12:17,520
Das war jetzt also der Winter 
20252026 in Zahlen, aber zahlen 

238
00:12:17,520 --> 00:12:22,160
sind das eine und die spannende 
Frage ist, was bedeuten diese 

239
00:12:22,160 --> 00:12:26,320
Zahlen eigentlich? 
Und was in diesem Winter 

240
00:12:26,320 --> 00:12:29,480
wiederholt Hervorgestochen ist, 
war die Lawinengefahr, besonders

241
00:12:29,480 --> 00:12:31,680
in den letzten Wochen gab es 
gebietsweise große 

242
00:12:31,680 --> 00:12:34,480
Lawinengefahr, was Stufe 4 auf 
der fünfteiligen Skala 

243
00:12:34,480 --> 00:12:37,360
entspricht, um leider auch sehr 
viele Lawinentote zu beklagen. 

244
00:12:37,680 --> 00:12:40,080
Gut genug, dass wir einmal bei 
unserem Lawinenexperten Michael 

245
00:12:40,080 --> 00:12:42,720
Putschek hier in Salzburg 
nachfragen, wie denn der 

246
00:12:42,720 --> 00:12:46,320
Lawinenwand in Salzburg den 
Winter 2025 / 26 vorläufig 

247
00:12:46,320 --> 00:12:47,920
einschätzt. 
Der. 

248
00:12:47,920 --> 00:12:49,760
Bisherige Winter war für uns 
außergewöhnlich. 

249
00:12:49,760 --> 00:12:52,720
Es hat begonnen mit einer sehr 
harmlosen Zeit 

250
00:12:52,720 --> 00:12:56,160
niederschlagsarmen Phase im 
Dezember 25 und in dieser Phase 

251
00:12:56,160 --> 00:12:59,200
hat sich aber ein Problem 
aufgebaut, das uns bis heute 

252
00:12:59,440 --> 00:13:03,920
begleitet, das Altschneeproblem,
das dann im Jänner von Neuschnee

253
00:13:03,920 --> 00:13:06,240
und der Wienenfluss überdeckt 
wurde und das uns jetzt. 

254
00:13:06,400 --> 00:13:09,280
Seit Mitte Jänner richtig auf 
Trab hält. 

255
00:13:09,680 --> 00:13:13,760
Wir haben zahlreiche Ereignisse 
und leider auch sehr viele 

256
00:13:13,760 --> 00:13:17,520
Ereignisse mit Todesfolge. 
Wir sprechen hier jetzt von 

257
00:13:17,520 --> 00:13:21,960
aktuell 54 Ereignissen mit 
Personenbeteiligung, die wir 

258
00:13:21,960 --> 00:13:26,360
dokumentiert haben und davon 
waren 7 Todesopfer zu beklagen 

259
00:13:26,360 --> 00:13:30,000
bis dato und der Winter ist noch
nicht vorbei zum Vergleich, im 

260
00:13:30,000 --> 00:13:34,000
Vorjahr hatten wir gerade mal 24
Ereignisse mit 

261
00:13:34,000 --> 00:13:35,960
Personenbeteiligung dokumentiert
und. 

262
00:13:36,400 --> 00:13:39,280
Und 2 Todesopfer. 
Und das ist in etwa auch so. 

263
00:13:39,280 --> 00:13:42,800
Der langjährige Schnitt, den wir
haben, ein bis 2 Lawinentote pro

264
00:13:42,800 --> 00:13:45,840
Saison, da liegen wir jetzt 
schon deutlich darüber. 

265
00:13:46,880 --> 00:13:50,080
Ein milder Winter wie der 
Vergangene, der wirkt sich nicht

266
00:13:50,080 --> 00:13:53,520
nur auf Schnee und Lawinen aus, 
auch die Natur reagiert. 

267
00:13:54,000 --> 00:13:57,520
Frühblüher treiben früher aus 
die Pollensaison startet früher,

268
00:13:57,680 --> 00:13:59,840
kann stärker werden und länger 
dauern. 

269
00:14:00,080 --> 00:14:03,520
Für Allergiker innen heißt das 
früher heftiger und länger. 

270
00:14:04,240 --> 00:14:06,720
Stimmt, ich bin zwar kein 
Allergiker, aber mir ist es auch

271
00:14:06,720 --> 00:14:08,560
schon vor gut ein 2 Wochen 
aufgefallen, dass an den 

272
00:14:08,560 --> 00:14:10,440
Hasersträuchern schon wieder 
diese kleinen langen, 

273
00:14:10,440 --> 00:14:12,160
würfelförmigen Blütenstände 
hängen. 

274
00:14:12,240 --> 00:14:13,920
Botanisch nennt man das gleich 
Kätzchen. 

275
00:14:14,560 --> 00:14:18,880
Auch wenn der meteorologische 
Winter 2526 bald Geschichte ist,

276
00:14:18,880 --> 00:14:20,880
so sind die Auswirkungen noch 
immer da. 

277
00:14:21,040 --> 00:14:24,320
In den Bergen, auf den Pisten 
und in der Luft voller Pollen. 

278
00:14:24,560 --> 00:14:27,760
Ein Winter ist eben mehr als 
zahlen, er hinterlässt Spuren, 

279
00:14:27,760 --> 00:14:31,160
die wir nachhaltig spüren. 
Okay dem habe ich nichts mehr 

280
00:14:31,160 --> 00:14:33,680
hinzuzufügen. 
Damit bedanke ich mich bei euch,

281
00:14:33,680 --> 00:14:36,480
liebe Hörerinnen und Hörer, das 
war die 1. 

282
00:14:36,480 --> 00:14:38,560
Ausgabe unseres neuen 
Folgenformats. 

283
00:14:38,720 --> 00:14:41,960
Mehr als Winovetta Rewind viele 
der Daten, die wir jetzt hier 

284
00:14:41,960 --> 00:14:44,160
genannt haben, die könnt ihr 
selber auch online nachschauen 

285
00:14:44,160 --> 00:14:46,160
und zwar in unserem 
Klimamonitoring Portal. 

286
00:14:46,160 --> 00:14:48,600
Das werden wir in die Shownotes 
verlinken, diese 

287
00:14:48,600 --> 00:14:50,840
Bundeslandauswertungen also wenn
ihr das noch genauer wissen 

288
00:14:50,840 --> 00:14:53,120
wollt, die werden auch auf der 
Homepage publiziert, auch das 

289
00:14:53,120 --> 00:14:56,000
werden wir dann noch verlinken, 
also schaut da auf jeden Fall 

290
00:14:56,000 --> 00:14:57,640
rein. 
Danke auch an den Alexander 

291
00:14:57,640 --> 00:14:59,920
Orlik, der diese Daten immer für
uns aufbereitet hat. 

292
00:15:00,600 --> 00:15:02,240
Und dann freuen wir uns, wenn 
ihr auch das nächste Mal wieder 

293
00:15:02,240 --> 00:15:04,400
mit dabei seid. 
Bei mehr als Wind und Wetter.

