1
00:00:00,240 --> 00:00:01,840
Es geht ihr Lieben. 
Willkommen zurück, bei dem 

2
00:00:01,840 --> 00:00:04,720
reicht. 
Mein Name ist Aaron und ich habe

3
00:00:04,720 --> 00:00:09,120
heute mal eine kurze Anleitung 
zum Glücklichsein für dich und 

4
00:00:09,120 --> 00:00:14,080
es gibt manchmal so folgen, wo 
ich im Vorhinein schon weiß, 

5
00:00:15,120 --> 00:00:16,960
dass es einfach eine heftige 
Folge wird. 

6
00:00:17,440 --> 00:00:21,520
Ich freue mich sehr drauf, 
schneide dich an, mach dich 

7
00:00:21,520 --> 00:00:24,040
ready und wenn du magst, 
Speicher dir die Folge schon mal

8
00:00:24,040 --> 00:00:29,320
ab den nächsten Moment, wenn du 
mal wieder eine Erinnerung daran

9
00:00:29,320 --> 00:00:33,800
brauchst. 
Das Leben reicht Veränderung ist

10
00:00:33,800 --> 00:00:37,280
die einzige Konstante in diesem 
Leben. 

11
00:00:37,440 --> 00:00:40,880
Alles in diesem Leben ist in 
ständiger Veränderung, doch 

12
00:00:41,440 --> 00:00:48,480
unser Verstand haftet so gerne 
an, an Objekten, an Gefühlen, an

13
00:00:48,480 --> 00:00:52,400
Personen, an Glaubenssätzen, 
Erwartungen und Ansprüchen. 

14
00:00:52,720 --> 00:00:56,160
Wir halten fest, wir haften an 
und identifizieren uns mit 

15
00:00:56,160 --> 00:01:00,360
Dingen im Außen aus Angst vor. 
Endlichkeit Deshalb ging es mir 

16
00:01:00,360 --> 00:01:05,040
in letzter Zeit im letzten Jahr 
eigentlich so verdammt schlecht,

17
00:01:05,360 --> 00:01:08,960
weil sich so vieles in meinem 
Leben verändert hat und ich 

18
00:01:08,960 --> 00:01:12,320
dagegen war. 
Es war nicht das Leben, was 

19
00:01:12,320 --> 00:01:15,560
Falsches, sondern es war ich, 
der sich dagegen gewehrt hat, 

20
00:01:15,560 --> 00:01:21,240
was ist, weil ich nicht wollte, 
dass einer meiner engsten 

21
00:01:21,240 --> 00:01:25,920
Freunde sich dazu entscheidet, 
sich sein Leben zu nehmen. 

22
00:01:26,800 --> 00:01:29,760
Weil ich nicht wollte, dass ich 
einen neuen Job anfangen muss, 

23
00:01:30,000 --> 00:01:32,880
obwohl ich das eigentlich gar 
nicht möchte, weil ich nicht 

24
00:01:32,880 --> 00:01:35,920
wollte, dass sich so viel in 
meiner inneren Welt verändert 

25
00:01:35,920 --> 00:01:41,920
und sich das Leben auf einmal so
verdammt anders anfühlt, als wie

26
00:01:41,920 --> 00:01:44,720
ich es gewohnt war. 
Und ich war dagegen. 

27
00:01:44,960 --> 00:01:47,840
Ich wollte nicht annehmen, dass 
es ist, wie es ist. 

28
00:01:48,240 --> 00:01:52,280
Ich wollte meinen Widerstand und
mein Verlangen und meine 

29
00:01:52,280 --> 00:01:55,840
Anhaftung nicht loslassen, 
sondern ich wollte so sehr. 

30
00:01:56,160 --> 00:02:00,720
Daran festhalten, wie es war. 
Und damit habe ich mir mein 

31
00:02:00,720 --> 00:02:05,800
eigenes Gefängnis gebaut, weil 
ich mich Tag für Tag, Moment für

32
00:02:05,800 --> 00:02:09,680
Moment, Gefühl für Gefühl, 
Gedanke für Gedanke dagegen 

33
00:02:09,680 --> 00:02:13,960
gewehrt habe. 
Was ist es hat sich so verdammt 

34
00:02:13,960 --> 00:02:16,480
viel in meinem Leben im außen 
verändert und mindestens genauso

35
00:02:16,480 --> 00:02:21,680
viel in mir selbst. 
Da waren so viele Werte und 

36
00:02:21,680 --> 00:02:25,200
Glaubenssätze, die ich auf 
einmal in Frage gestellt habe. 

37
00:02:25,520 --> 00:02:28,160
Und dafür hab ich mich 
übertrieben schlecht gefühlt. 

38
00:02:29,600 --> 00:02:31,840
Und heute weiß ich, dass ich das
gar nicht brauch, weil 

39
00:02:32,480 --> 00:02:36,160
Veränderung ist die einzige 
Konstante und ich hab es als 

40
00:02:36,160 --> 00:02:40,400
Schwäche bewertet, dass ich 
heute an etwas glaube, was ich 

41
00:02:40,400 --> 00:02:42,800
früher vielleicht abgelehnt hab,
oder dass ich früher 

42
00:02:42,800 --> 00:02:45,520
Glaubenssätze gelebt hab, die 
ich heute in Frage stelle und 

43
00:02:46,560 --> 00:02:49,680
ich hab das als Schwäche 
gesehen, aber heute erkenne ich,

44
00:02:49,680 --> 00:02:54,200
dass es doch eigentlich eine 
totale Stärke ist. 

45
00:02:55,600 --> 00:03:00,880
Sich hinzusetzen und nicht nur 
vor sich selbst, sondern auch 

46
00:03:00,880 --> 00:03:04,880
hier vor dir. 
Sich einzugestehen, dass sich 

47
00:03:04,880 --> 00:03:09,520
Dinge verändert haben und dass 
ich nicht mehr festhalte, 

48
00:03:09,520 --> 00:03:12,760
sondern dass auch ich mich 
verändert habe, das anzunehmen, 

49
00:03:12,760 --> 00:03:20,320
das zu umarmen und sich nicht 
dagegen zu wehren und es 

50
00:03:20,320 --> 00:03:23,520
abzulehnen, am Ende sich selber 
abzulehnen für die eigene. 

51
00:03:24,400 --> 00:03:29,120
Veränderung Es gibt nichts 
Größeres als zu sagen, ich weiß,

52
00:03:29,120 --> 00:03:33,520
ich hab früher anders gedacht, 
anders gefühlt, anders geglaubt,

53
00:03:33,520 --> 00:03:37,440
anders gelebt und gehandelt. 
Aber heute sehe ich es anders. 

54
00:03:37,840 --> 00:03:41,320
Heute sehe ich es so, weil ich 
neue Erfahrungen gemacht habe, 

55
00:03:41,320 --> 00:03:47,520
und das bedeutet auch nicht, 
dass es früher nicht richtig 

56
00:03:47,520 --> 00:03:51,920
war, dass ich falsch lag, 
sondern damals hat es mir 

57
00:03:51,920 --> 00:03:56,480
gedient. 
Und heute dient mir etwas 

58
00:03:56,480 --> 00:04:00,560
anderes, zum Beispiel das Thema 
Routin. 

59
00:04:00,880 --> 00:04:05,200
Dieses Thema, Flow State und 
immer aus dem Moment reinfühlen,

60
00:04:05,200 --> 00:04:09,640
Oh, was möchte ich gerade oder 
dieser Mönch Lifestyle, ein 

61
00:04:09,640 --> 00:04:14,000
routiniertes leben, ganz klare 
Abläufe und ich finde das ganz 

62
00:04:14,000 --> 00:04:18,880
spannend, weil jetzt gerade, 
zurzeit dienen mir meine 

63
00:04:18,880 --> 00:04:21,760
Routinen so übertrieben krass 
und. 

64
00:04:22,440 --> 00:04:25,360
Das ist etwas, was ich früher 
total abgelehnt habe, dieses 

65
00:04:25,360 --> 00:04:29,000
strukturierte leben, dass ich 
morgens schon aufwache und 

66
00:04:29,000 --> 00:04:32,480
meinen Tag vorgeplant habe und 
eigentlich weiß, was ich mir 

67
00:04:32,480 --> 00:04:35,280
vorgenommen habe, welche 
Aufgaben ich angehen möchte, 

68
00:04:35,280 --> 00:04:38,240
welche Schritte ich gehen mag. 
Früher dachte ich, im Moment zu 

69
00:04:38,240 --> 00:04:42,240
sein, bedeutet, in jedem Moment 
innezuhalten, durchzuatmen, 

70
00:04:43,600 --> 00:04:46,240
müssten noch meine Hand auf mein
Herz zu legen und mich zu 

71
00:04:46,240 --> 00:04:51,920
fragen, was möchte ich gerade in
diesem Moment wirklich machen. 

72
00:04:52,320 --> 00:04:55,520
Follow er heißt Decidement. 
Davon habe ich so oft geredet 

73
00:04:55,520 --> 00:04:58,640
und ich checke das. 
Ich stehe immer noch irgendwo 

74
00:04:59,840 --> 00:05:03,440
dahinter, aber gleichzeitig hat 
sich meine Perspektive auch ein 

75
00:05:04,320 --> 00:05:07,680
bisschen verändert, weil Moment 
für Moment immer wieder 

76
00:05:07,680 --> 00:05:10,720
innezuhalten und sich selbst zu 
fragen, was ich denn jetzt 

77
00:05:10,720 --> 00:05:15,960
gerade wirklich möchte, kann 
auch ganz schön überfordernd 

78
00:05:15,960 --> 00:05:19,520
sein, weil in diesem Meer voller
unendlicher Möglichkeiten kann 

79
00:05:19,520 --> 00:05:23,280
man auch einfach sehr schnell. 
Ertrinken diese unendliche 

80
00:05:23,280 --> 00:05:26,240
Auswahl an Möglichkeiten 
überfordert den eigenen Geist. 

81
00:05:26,240 --> 00:05:30,240
Und statt dann irgendetwas zu 
tun, macht man dann manchmal 

82
00:05:30,240 --> 00:05:34,320
lieber gar nichts. 
Statt also anzufangen und den 

83
00:05:34,320 --> 00:05:37,960
ersten Schritt zu gehen, bleibt 
man lieber stehen und macht gar 

84
00:05:37,960 --> 00:05:41,280
nichts, und das ist der Beginn 
der Prokrastination und der 

85
00:05:41,280 --> 00:05:45,240
Beginn der Unzufriedenheit, weil
man diesen Raum von unendlichen 

86
00:05:45,240 --> 00:05:48,120
Möglichkeiten eröffnet, wo man 
sich fragt, was man denn möchte 

87
00:05:48,120 --> 00:05:49,920
und was man denn wirklich möchte
und was jetzt. 

88
00:05:50,640 --> 00:05:52,880
Am sinnvollsten ist oder am 
produktivsten? 

89
00:05:52,880 --> 00:05:54,960
Oder mache ich jetzt für mich 
oder für die anderen oder 

90
00:05:54,960 --> 00:05:57,520
arbeite ich oder mache ich oder 
für meinen Körper oder Geist? 

91
00:05:58,480 --> 00:06:02,320
Auf einmal ist man nur noch im 
Kopf und überlegt, was könnte 

92
00:06:02,320 --> 00:06:05,560
ich denn und was wäre wenn und 
wenn ich jetzt das mache und 

93
00:06:05,560 --> 00:06:10,400
danach das und und am Ende 
verbringt man den Moment im Kopf

94
00:06:10,720 --> 00:06:14,560
und in meiner Welt gibt es hier 
kein richtig oder falsch, 

95
00:06:14,560 --> 00:06:17,480
sondern das. 
Das rechte Maß wird irgendwie 

96
00:06:17,480 --> 00:06:19,960
bestimmt von den 
Lebensumständen, in denen man 

97
00:06:19,960 --> 00:06:22,680
sich gerade befindet, von der 
äußeren Welt, in der man gerade 

98
00:06:22,680 --> 00:06:25,920
lebt, und auch von dem inneren 
State, in dem man sich befindet.

99
00:06:26,880 --> 00:06:30,880
In manchen Phasen kann es total 
dienlich sein, im Flow State zu 

100
00:06:30,880 --> 00:06:34,880
sein und die Struktur mal 
komplett loszulassen, weil man 

101
00:06:34,880 --> 00:06:37,920
sich das vielleicht jahrelang 
nie erlaubt hat, sich dem Leben 

102
00:06:37,920 --> 00:06:40,320
hinzugeben, sich fallen zu 
lassen und vielleicht auch mal 

103
00:06:40,320 --> 00:06:42,560
ganz viel Zeit im Kopf zu 
verbringen und gar nicht so viel

104
00:06:42,560 --> 00:06:44,240
zu machen und in anderen 
Momenten. 

105
00:06:44,960 --> 00:06:48,640
In Phasen, wo man vielleicht eh 
schon nicht ins Handeln kommt 

106
00:06:48,640 --> 00:06:51,320
und total am Prokrastinieren ist
und irgendwie gefangen ist in 

107
00:06:51,320 --> 00:06:53,960
seinen eigenen Gedanken und in 
Gefühlen und in den Oberfingern 

108
00:06:53,960 --> 00:06:58,320
gehen und Gedankenspiralen und 
in diesen Momenten kann es total

109
00:06:58,480 --> 00:07:02,960
gut tun, eine Routine zu haben, 
weil diese Routine einen aus dem

110
00:07:02,960 --> 00:07:05,040
Kopf holt. 
Denn wenn ich am Abend schon 

111
00:07:05,040 --> 00:07:08,720
weiß, wie ich den nächsten Tag 
beginne, dann nehme ich mir 

112
00:07:08,720 --> 00:07:12,720
damit selber den Raum, mich in 
meinen Gedanken zu verlieren 

113
00:07:12,720 --> 00:07:14,560
und. 
Zu prokrastinieren. 

114
00:07:14,640 --> 00:07:17,680
Denn wenn wir so schnell wie 
möglich von dem ersten Impuls, 

115
00:07:17,760 --> 00:07:21,360
von der Idee der Inspiration in 
die Bewegung kommen, dann 

116
00:07:21,760 --> 00:07:23,840
schließen wir den Raum 
dazwischen. 

117
00:07:24,240 --> 00:07:29,280
Wir nehmen uns selber diesen 
Headspace für over Thinking, für

118
00:07:29,280 --> 00:07:32,640
Prokrastination und für 
Widerstand, für Vergleich, für 

119
00:07:32,640 --> 00:07:38,320
Anhaftung und für Verlangen und 
sind damit irgendwie viel mehr 

120
00:07:38,320 --> 00:07:41,200
in dem präsenten Moment. 
Als wenn wir immer wieder mit 

121
00:07:41,200 --> 00:07:43,200
unserem Gedanken auf 
Wanderschaft gehen. 

122
00:07:43,200 --> 00:07:46,720
In Zukunft und Vergangenheit 
überlegen, was wäre wenn und wie

123
00:07:46,720 --> 00:07:49,280
könnte es denn noch sein und was
denn noch schöner wäre. 

124
00:07:50,080 --> 00:07:52,720
Und das ist so der Beginn von 
Unzufriedenheit, der Moment, wo 

125
00:07:52,720 --> 00:07:55,320
wir den Vergleich entstehen 
lassen und sagen, es könnte ja 

126
00:07:55,320 --> 00:07:58,240
auch anders sein und ich könnte 
jetzt auch meine Zeit für etwas 

127
00:07:58,240 --> 00:08:00,320
nutzen, was ich noch lieber 
machen mag oder was noch 

128
00:08:00,320 --> 00:08:03,920
produktiver wäre, und das 
schneidet man alles ab, sofort 

129
00:08:03,920 --> 00:08:06,480
abschneiden und Schritt für 
Schritt. 

130
00:08:06,720 --> 00:08:09,280
In die Bewegung gehen 
Besenstrich für Besenstrich die 

131
00:08:09,280 --> 00:08:12,240
Aufgabe angehen, die in diesem 
Moment vor mir liegt. 

132
00:08:12,240 --> 00:08:14,800
Es geht darum, unseren Verstand 
so n kleines bisschen 

133
00:08:14,800 --> 00:08:18,320
auszutricksen, indem wir all 
diese Gedanken sofort 

134
00:08:18,560 --> 00:08:21,240
abschneiden und damit unserem 
Verstand sozusagen gar nicht 

135
00:08:21,240 --> 00:08:24,160
erlauben, uns aus dem Moment zu 
ziehen und Vergleich zu 

136
00:08:24,160 --> 00:08:28,200
kreieren, der ja dann. 
Am Ende die Ursache ist für die 

137
00:08:28,200 --> 00:08:30,640
daraus resultierende 
Unzufriedenheit, für das 

138
00:08:30,640 --> 00:08:33,240
Verlangen und den Widerstand und
die Anhaftung, genau wie die 

139
00:08:33,240 --> 00:08:34,559
Mönche. 
Und früher habe ich gedacht, 

140
00:08:34,559 --> 00:08:36,880
Boah, die haben es ja gar nicht 
gecheckt, die haben sich voll 

141
00:08:36,880 --> 00:08:40,000
ihr eigenes Gefängnis gebaut und
sind überhaupt nicht im Moment, 

142
00:08:40,000 --> 00:08:42,360
weil die ihr komplettes Leben 
durchgeplant haben und da gar 

143
00:08:42,360 --> 00:08:46,240
kein Raum mehr ist, um wirklich 
im Herzen zu folgen. 

144
00:08:46,320 --> 00:08:50,080
Und heute kenne ich, dass sie 
es, glaube ich, so viel mehr 

145
00:08:50,080 --> 00:08:53,120
gecheckt haben und dass sie 
genau durch diese Routinen. 

146
00:08:53,760 --> 00:08:56,320
Vielleicht so viel mehr im 
Moment leben als ich, weil sie 

147
00:08:56,320 --> 00:09:00,480
sich gar nicht erlauben, diesen 
Raum in ihrem Verstand zu öffnen

148
00:09:00,480 --> 00:09:05,840
für Vergleich, für Verlangen und
Anhaftung und Widerstand. 

149
00:09:06,000 --> 00:09:10,560
Und dadurch sind sie vielleicht 
so viel mehr in diesem Moment so

150
00:09:10,560 --> 00:09:13,400
viel verbundener mit dem Leben 
in diesem Augenblick, weil die 

151
00:09:13,400 --> 00:09:18,160
Mönche durch ihren Lebensstil, 
durch diese Routinen und ganz 

152
00:09:18,240 --> 00:09:23,200
klaren Abläufe ihrem Verstand 
sozusagen die Macht entziehen 

153
00:09:23,200 --> 00:09:25,200
und. 
Sie immer wieder aus dem Moment 

154
00:09:25,200 --> 00:09:29,320
zu holen und in den Widerstand 
zu gehen gegen das, was ist, ins

155
00:09:29,320 --> 00:09:33,600
Verlangen danach, was sein 
könnte, was so viel schöner wäre

156
00:09:34,640 --> 00:09:36,880
oder in die Anhaftung daran, wie
es mal war. 

157
00:09:37,520 --> 00:09:40,720
Und damit sind Sie, glaube ich, 
so viel verbundener mit dem 

158
00:09:40,720 --> 00:09:43,520
Leben in diesem Moment, als ich,
der aufwacht und sich hinterher 

159
00:09:43,520 --> 00:09:46,560
fragt, ach, was wäre wenn, und 
ich würde ja, und es wäre auch 

160
00:09:46,560 --> 00:09:48,720
so viel schöner, wenn ich heute 
frei hätte und wenn die Sonne 

161
00:09:48,720 --> 00:09:51,240
scheinen würde und wenn ich. 
Nicht arbeiten gehen müsste. 

162
00:09:51,240 --> 00:09:54,080
Und wenn das Leben, wenn alles 
anders wäre, wenn alles anders 

163
00:09:54,080 --> 00:09:56,080
wäre, dann wäre es ja so viel 
besser als so, wie es jetzt ist.

164
00:09:56,080 --> 00:10:03,360
Und damit erschaffe ich mir doch
selber die Unzufriedenheit, weil

165
00:10:03,360 --> 00:10:09,840
ich wieder mal an meinem 
Anspruch festhalte und das Leben

166
00:10:09,840 --> 00:10:13,080
nicht annehme, wie es in diesem 
Moment gerade ist. 

167
00:10:13,080 --> 00:10:15,680
Oder sie sind nicht frei, weil 
sie immer machen können, was sie

168
00:10:15,680 --> 00:10:18,240
wollen, sondern sie sind frei 
von dem Verlangen, immer machen 

169
00:10:18,240 --> 00:10:22,480
zu können, was sie wollen und. 
Das ist doch eigentlich wahre 

170
00:10:22,480 --> 00:10:25,480
Verbundenheit, oder? 
Bei dem zu sein, was in diesem 

171
00:10:25,480 --> 00:10:30,080
Moment gerade ist. 
Bedingungslos, unabhängig davon,

172
00:10:30,640 --> 00:10:33,920
ob es sich gut anfühlt oder 
nicht, ob sie darauf gerade mega

173
00:10:33,920 --> 00:10:39,600
Lust haben oder nicht, es ist, 
was es ist, ob es sich gut 

174
00:10:39,600 --> 00:10:43,680
anfühlt und nicht. 
Und klar, die Routinen sollen zu

175
00:10:43,680 --> 00:10:45,440
uns passen. 
Es bringt uns nichts, wenn wir 

176
00:10:45,440 --> 00:10:48,720
unser Leben mit Struktur und 
Routinen vollballern, die 

177
00:10:48,800 --> 00:10:53,000
absolut nicht zu unserem 
Lebensweg, sage ich mal, oder zu

178
00:10:53,000 --> 00:10:55,720
unseren Werten und 
Glaubenssätzen passen, aber 

179
00:10:55,720 --> 00:10:58,560
unser Verstand probiert uns halt
auch immer wieder auszutricksen 

180
00:10:58,560 --> 00:11:02,880
und zu sagen, ich fühle es jetzt
gerade nicht, mir ist gerade 

181
00:11:02,880 --> 00:11:07,120
eher nach Ruhe, mir ist jetzt 
gerade eher nach chillen, nee, 

182
00:11:07,120 --> 00:11:09,720
im Sport, oder das will ich 
jetzt gerade alles nicht 

183
00:11:09,720 --> 00:11:11,440
arbeiten, ist mir jetzt auch zu 
anstrengend. 

184
00:11:12,400 --> 00:11:16,400
Unser Verstand probiert uns halt
schon immer in diesem gewohnten 

185
00:11:16,400 --> 00:11:20,640
State zu halten, weil jede Form 
von Veränderung auch immer 

186
00:11:20,640 --> 00:11:22,960
erstmal Unsicherheit und Gefahr 
bedeutet. 

187
00:11:22,960 --> 00:11:28,000
Und unser Nervensystem wird sich
immer lieber für die bekannte 

188
00:11:28,000 --> 00:11:30,640
Hölle entscheiden als für den 
unbekannten Himmel sozusagen. 

189
00:11:30,960 --> 00:11:36,720
Am Ende beginnt es wieder bei 
uns, bei Ehrlichkeit und 

190
00:11:37,040 --> 00:11:40,800
Integrität vor allem erstmal uns
selbst gegenüber bei. 

191
00:11:41,360 --> 00:11:46,080
Achtsamkeit über unsere eigenen 
Gedanken, weil am Ende leben wir

192
00:11:46,080 --> 00:11:48,040
alle in den Geschichten, die wir
uns selbst über das Leben 

193
00:11:48,040 --> 00:11:49,120
erzählen. 
Und es geht so vor allem 

194
00:11:49,120 --> 00:11:52,320
schnell, dass unser Verstand 
ganz unbewusst auf Wanderschaft 

195
00:11:52,320 --> 00:11:56,680
geht und auf all das schaut, was
wir nicht haben, was wir nicht 

196
00:11:56,680 --> 00:12:00,640
können, was wir nicht sind, und 
dann fühlen wir uns auch ganz 

197
00:12:00,640 --> 00:12:04,320
genau so nicht genug, wir 
verlieren uns so schnell in 

198
00:12:04,320 --> 00:12:07,680
unseren Gedanken in. 
Unseren Ansprüchen, Annahmen und

199
00:12:07,680 --> 00:12:09,480
Erwartungen. 
Und genau diese Erwartungen 

200
00:12:09,480 --> 00:12:12,920
machen erst aus genug zu wenig, 
wenn wir nicht in diesem Moment 

201
00:12:12,920 --> 00:12:16,360
sind, nicht bei dem was ist, 
sondern bei all dem, was unserer

202
00:12:16,360 --> 00:12:19,240
Meinung nach sein sollte. 
Die Lösung dafür ist, 

203
00:12:19,280 --> 00:12:22,880
Bewusstsein, Abstand zu 
schaffen, einen Raum entstehen 

204
00:12:22,880 --> 00:12:26,200
zu lassen zwischen. 
Reiz und Reaktionen uns bewusst 

205
00:12:26,200 --> 00:12:29,600
zu werden, dass wir nicht unsere
Gedanken sind und dass wir nicht

206
00:12:29,600 --> 00:12:32,640
alles glauben müssen, was wir 
den ganzen Tag denken. 

207
00:12:32,640 --> 00:12:34,880
Wir können uns in jedem 
einzelnen Moment in unser 

208
00:12:34,880 --> 00:12:38,160
eigenes kleines Drama, in unsere
Ängste und Sorgen und Zweifel 

209
00:12:38,160 --> 00:12:43,200
reinarbeiten oder uns dagegen 
entscheiden, uns in Liebe, 

210
00:12:44,000 --> 00:12:47,960
Dankbarkeit und Annahme 
reinarbeiten, und beides fühlt 

211
00:12:47,960 --> 00:12:52,080
sich so verdammt echt an und am 
Ende ist es immer unsere Wahl. 

212
00:12:52,560 --> 00:12:56,000
Unsere Entscheidung, unserem 
Verstand dieser Macht entziehen,

213
00:12:56,000 --> 00:12:59,880
die wir ihm selbst gegeben 
haben, uns immer wieder aus dem 

214
00:12:59,880 --> 00:13:02,960
Moment zu ziehen, immer wieder 
den Fokus auf das zu richten, 

215
00:13:02,960 --> 00:13:05,600
was nicht ist, was wir nicht 
haben, was wir nicht können, was

216
00:13:05,600 --> 00:13:08,720
wir nicht sind, all diese 
negativen und destruktiven 

217
00:13:08,720 --> 00:13:14,440
Gedankenspiralen abschneiden und
in diesem Moment ankommen, uns 

218
00:13:14,440 --> 00:13:19,920
auf das fokussieren, was bereits
ist, in Annahme, in Dankbarkeit 

219
00:13:19,920 --> 00:13:23,160
und in Demut, das. 
Gute suchen manchmal glauben 

220
00:13:23,160 --> 00:13:25,920
wir, es würde uns irgendwie 
beschützen, überall diese Ängste

221
00:13:25,920 --> 00:13:28,320
und sorgen übermorgen 
nachzudenken, aber eigentlich 

222
00:13:28,320 --> 00:13:31,920
verletzen wir uns damit nur 
selbst und bauen uns genau damit

223
00:13:32,320 --> 00:13:34,640
unser eigenes Gefängnis. 
Und vielleicht klingt es jetzt 

224
00:13:34,640 --> 00:13:39,840
hart für dich, aber es ist eine 
Entscheidung, das eigene Leiden 

225
00:13:39,840 --> 00:13:42,000
zu beenden. 
Und den Widerstand gegen das 

226
00:13:42,000 --> 00:13:45,080
Leben loszulassen. 
Wir wehren uns so oft gegen das 

227
00:13:45,080 --> 00:13:47,880
Leben und gegen unsere eigenen 
Gefühle, weil wir wollen, dass 

228
00:13:47,880 --> 00:13:49,520
es anders ist, weil wir uns gut 
fühlen wollen. 

229
00:13:49,520 --> 00:13:51,840
Wir wollen keine Angst haben, 
wir wollen nicht zweifeln, 

230
00:13:51,840 --> 00:13:54,800
sondern wir wollen uns genug 
fühlen und wir wollen positiv 

231
00:13:54,800 --> 00:13:58,720
sein, aber das Leben ist immer 
beides, wie der Herzschlag geht 

232
00:13:58,720 --> 00:14:01,840
die Kurve hoch und wieder 
runter, wir atmen ein. 

233
00:14:02,440 --> 00:14:05,360
Und wieder aus und wir bauen uns
unser eigenes Gefängnis, wenn 

234
00:14:05,360 --> 00:14:07,760
wir immer im Licht stehen wollen
und gegen den Schatten sind, 

235
00:14:07,760 --> 00:14:10,480
wenn wir immer nur Sommer haben 
wollen und vor dem Winter 

236
00:14:10,480 --> 00:14:13,520
fliehen, wenn wir uns immer nur 
gut fühlen wollen und uns gegen 

237
00:14:13,520 --> 00:14:17,360
unsere negativen Gefühle wehren.
Aber es braucht doch immer 

238
00:14:17,360 --> 00:14:21,120
beides, um eines erfahren zu 
können, wenn wir immer nur 

239
00:14:21,120 --> 00:14:24,240
glücklich wären, immer sicher 
uns immer genug fühlen würden, 

240
00:14:24,240 --> 00:14:28,480
dann könnten wir das gar nicht 
wahrnehmen und wertschätzen, 

241
00:14:28,480 --> 00:14:30,960
weil uns der Vergleich fehlen 
würde. 

242
00:14:31,600 --> 00:14:34,560
Das ist so paradox und schwer 
vorstellbar, aber es erinnert 

243
00:14:34,560 --> 00:14:37,000
mich immer daran, dass es beides
braucht. 

244
00:14:37,360 --> 00:14:44,640
Ohne Schatten kein Licht, ohne 
Angst keine Liebe, ohne Zweifel 

245
00:14:44,640 --> 00:14:49,440
kein Vertrauen und Trauer oder 
Angst ist auch nur ein Gefühl 

246
00:14:49,440 --> 00:14:53,520
wie Freude es ist, nicht mehr 
oder weniger wert und es möchte 

247
00:14:53,520 --> 00:14:56,720
uns auch bestimmt nichts Böses. 
Was macht bitte ein gutes Gefühl

248
00:14:56,720 --> 00:14:58,640
besser als ein schlechtes 
Gefühl? 

249
00:14:59,360 --> 00:15:04,000
Es ist einfach nur, was es ist 
und wir gegen die Bedeutung wir 

250
00:15:04,000 --> 00:15:07,200
bewerten. 
Wir bestimmen, dass wir es weg 

251
00:15:07,200 --> 00:15:10,320
haben wollen und dieser 
Widerstand ist unser eigenes 

252
00:15:10,320 --> 00:15:13,200
Gefängnis, weil dann rebellieren
wir und kämpfen gegen das Leben 

253
00:15:13,200 --> 00:15:15,840
und gegen unsere eigenen Gefühle
an, weil wir nicht annehmen 

254
00:15:15,840 --> 00:15:21,240
wollen, was ist, weil wir so so 
sehr dagegen sind, und wir 

255
00:15:21,240 --> 00:15:25,360
denken, wie wir uns damit 
beschützen, aber eigentlich 

256
00:15:25,360 --> 00:15:26,720
verletzen wir uns damit nur 
selbst. 

257
00:15:26,960 --> 00:15:29,600
Wir können es uns jeden Tag, 
Moment für Moment zu unserer 

258
00:15:29,600 --> 00:15:33,040
Aufgabe machen, das Gute zu 
sehen, den Reichtum, die Fülle 

259
00:15:33,040 --> 00:15:40,560
in diesem Leben, weil wir sind 
so dumm, reich, und es ist so 

260
00:15:41,840 --> 00:15:46,000
absurd gewohnt für uns. 
Und manchmal habe ich das 

261
00:15:46,000 --> 00:15:49,520
Gefühl, es ist irgendwie unsere 
Aufgabe, uns immer wieder daran 

262
00:15:49,520 --> 00:15:54,560
zu erinnern, was wir alles 
bereits haben, wie beschenkt. 

263
00:15:55,360 --> 00:16:01,320
Wie reich wir eigentlich 
wirklich sind und uns jeden Tag,

264
00:16:01,320 --> 00:16:05,520
in jedem Moment uns das zur 
Aufgabe zu machen, all das zu 

265
00:16:05,520 --> 00:16:11,840
sehen, was bereits da ist. 
Die Schönheit, unsere Blessings 

266
00:16:11,840 --> 00:16:18,480
zu zählen, statt uns auf all die
Dinge zu fokussieren, die wir 

267
00:16:18,480 --> 00:16:21,360
nicht haben, die wir nicht 
können, die wir nicht sind. 

268
00:16:21,720 --> 00:16:24,280
Wenn wir wirklich glücklich sein
wollen, dann können wir es uns 

269
00:16:24,280 --> 00:16:29,160
zur Aufgabe machen, den eigenen 
Reichtum immer wieder neu zu 

270
00:16:29,160 --> 00:16:34,840
entdecken, das eigene Glück 
immer wieder zu suchen und zu 

271
00:16:34,840 --> 00:16:37,520
sehen. 
In diesem Moment hier und jetzt 

272
00:16:37,520 --> 00:16:43,840
bereits Dankbarkeit dafür am 
Leben zu sein, zu atmen, in 

273
00:16:43,840 --> 00:16:46,600
einer warmen Wohnung zu sitzen, 
Menschen in meinem Leben zu 

274
00:16:46,600 --> 00:16:54,520
haben, die ich lieben darf. 
Zu essen zu haben, hier zu dir 

275
00:16:54,520 --> 00:16:55,840
in die Kamera sprechen zu 
können. 

276
00:16:55,840 --> 00:16:58,880
Internet Holy Shit, was ist das 
für ein Wunder, was ist das für 

277
00:16:58,880 --> 00:17:02,480
ein Wunder, dass wir so vernetzt
sind, dass wir so verbunden sein

278
00:17:02,480 --> 00:17:06,119
können, dass ich mein Handy hier
liegen hab und jeden Moment 

279
00:17:06,119 --> 00:17:09,079
jemand anrufen könnte und weiß, 
dass da am anderen Ende jemand 

280
00:17:09,079 --> 00:17:13,359
rangeht, mir zuhört, 
Aufmerksamkeit, Zeit, liebe, 

281
00:17:13,359 --> 00:17:19,920
Mitgefühl schenkt, nicht alleine
sein zu müssen, nicht. 

282
00:17:20,720 --> 00:17:31,190
Krank zu sein, weil auch das ist
vergänglich und es wird der Tag 

283
00:17:31,190 --> 00:17:34,190
kommen, wo all das nicht mehr 
ist. 

284
00:17:36,430 --> 00:17:43,870
Und auch dann wünsche ich mir, 
so sehr dasitzen zu können in 

285
00:17:43,870 --> 00:17:51,550
Trauer und Schmerz über den 
Verlust von was auch immer. 

286
00:17:54,160 --> 00:17:58,080
Und gleichzeitig in Dankbarkeit 
dafür, dass ich es erfahren 

287
00:17:58,080 --> 00:18:05,160
durfte, dass mir dieses Geschenk
gemacht wurde, weil es ist 

288
00:18:05,160 --> 00:18:06,560
absolut nicht 
selbstverständlich. 

289
00:18:06,880 --> 00:18:11,280
Dieses Leben ist alles andere 
als selbstverständlich, die 

290
00:18:11,280 --> 00:18:15,360
Wahrscheinlichkeit, überhaupt am
Leben zu sein, ist so absurd, 

291
00:18:15,360 --> 00:18:18,600
ungreifbar, dumm, gering, dass 
man es mit Zahlen gar nicht 

292
00:18:18,600 --> 00:18:28,440
greifen kann und doch. 
Bin ich hier und frage mich 

293
00:18:28,440 --> 00:18:38,720
manchmal, ob Leben reicht. 
Das ist so lustig, ich habe 

294
00:18:38,720 --> 00:18:42,360
gesagt, es wird eine wilde 
Folge, ich freue mich, wenn du 

295
00:18:42,840 --> 00:18:45,640
bisschen dabei geblieben bist 
und wenn du Lust hast, dem 

296
00:18:45,640 --> 00:18:48,840
Podcast zu folgen, die Folge 
vielleicht weiterzuschicken, 

297
00:18:49,480 --> 00:18:53,280
eine Bewertung da zu lassen mir.
Eine Frage, einen Gedanken, 

298
00:18:53,280 --> 00:18:55,160
einen Impuls, eine Perspektive. 
In den Kommentaren zu 

299
00:18:55,160 --> 00:18:58,880
hinterlassen. 
Ich küsse dein Herz, pass auf 

300
00:18:58,880 --> 00:19:03,680
dich auf und bis zum nächsten 
Mal alles gut.

